"Cool & Clean": Eine Botschaft ist angekommen.
Bereits zum 10. Mal fand im Dezember 2009 das “Sütt-Turnier” statt. Dabei handelt es sich um ein Karate-Turnier für die jüngsten Karatekas aus Lyss, Aarberg und Umgebung.
Das Konzept
Seit 10 Jahren besteht der “Sütt Club”. “Sütt” steht für “Super übermässiger Teamgeist”. Die Mitglieder rekrutieren sich aus jungen Karatekas des Karate Do Lyss/Aarberg. Diese Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 22 Jahren organisieren jährlich ein Karateturnier für ihre jüngsten Karate-Kollegen im Alter von 5 bis 15 Jahren und ermöglichen vielen Kindern, erste Wettkampferfahrung zu sammeln.
Die Jugendlichen schlüpfen dabei in die Haut des Turnierdirektors, Schiedsrichters,Coaches, Speakers, Logistikers, Marketingchef, Restaurant-Betreibers etc. und lernen somit durch eigene Erfahrung, wie aufwändig die Organisation eines Sportanlasses ist.
Das Turnier 2009
Nachdem neben Schul- und Berufsausbildung, Studium und Training die vielen Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen waren, galt es in den frühen Morgenstunden des 12. Dezember für die Mitglieder des “Sütt Clubs” ernst: Matten für die Kampfflächen verlegen, Halle einrichten und dekorieren, Sandwiches zubereiten, Computer und Zeitmessung installieren und überprüfen, Wettkampf-Tableau drucken und verteilen, Schiedsrichter briefen und – erstmals seit Bestehen des Turniers – eine “Cool & Clean”-Bar aufstellen. “Cool & Clean” war 2009 die zentrale Botschaft des “Sütt Clubs”. Die “C&C”-Banderolen dominierten die übrigen Werbeflächen, Broschüren wurden allen Gästen und Zuschauern zugänglich gemacht und das “C&C”-Logo prägte schon im Vorfeld diverse Korrespondenzen und e-Mails. Doch das Highlight war die Bar, wo ab Turnierbeginn diverse Drinks und Cocktails gemixt, dekoriert und mit viel Charme angeboten wurden. Es war eine Attraktion für Gaumen und Auge! Und nicht wenige Zuschauer (meist Eltern und Grosseltern) staunten, welch kreative und farbenfrohe Drinks die jungen Barkeeperinnen hervorzauberten.

Die Wahrnehmung von Slogans auf Banderolen ist nur bedingt überprüf- und messbar. Und ob die Botschaften in den Broschüren wirklich gelesen und verstanden wurden, wurde vor Ort nicht überprüft. Hingegen erzielte die Bar den gewünschten Effekt: Die positiv überraschten Konsumenten zeigten Interesse, liessen sicht teilweise gezielt informieren und somit wurde aus einem Slogan spontan ein positives Gespräch.
Die kleinen Wettkämpfer hatten weniger Zeit für einen Besuch an der Bar. Viele hätten den Drink auch kaum geniessen können, denn sie waren mit sich und ihrer Nervosität zu sehr beschäftig. Erstmals an einem Wettkampf, mit Startnummer auf dem Rücken, mit Grosi und Götti auf der Tribüne… Es war wirklich aufregend! Zudem kamen viele kleine Kämpfer erstmals in persönlichen Kontakt mit ihren “Idolen”, sprich mit den Nationalmannschaftsmitgliedern aus den eigenen Reihen. Die lange Warteschlange bei der spontanen und improvisierten Autogramm-Session mit Diana Schwab zeugte davon.
In vielen Kinderzimmern hängt heute eine erste Medaille. Und wer weiss: Vielleicht wird über die Festtage da und dort auch mal mit einem “Cool & Clean”-Drink angestossen? Im Kreise des “Sütt-Clubs” geschieht das garantiert. Es war abermals viel Arbeit. Aber die leuchtenden Augen der kleinen Sportler und der spürbare Stolz der Eltern waren die schönste Entschädigung! Oder wie man heute sagt: Es war cool.

Peter Moning
29. Dezember 2009